Nur durch eine breitere Finanzierungsbasis kann ein erstklassiges Gesundheitssystem auf höchstem medizinisch-technischem Niveau erhalten bleiben." Entscheidend für die Akzeptanz der Reform sei dabei, dass die soziale Balance durch das Festhalten an der paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung gewahrt bleibe.
„Soll Spitzenmedizin auf Dauer für Alle zugänglich sein, werden künftig weitere Schritte nötig, die zu einer Erhöhung der Einnahmen unseres Gesundheitssystems führen", merkt der CDU-Gesundheitspolitiker kritisch an.
„Es muss denkbar sein, dass Gut- und Besserverdiener auch einen weitergehenden Beitrag zur Finanzierung ihrer Gesundheitskosten leisten. So selbstverständlich auch Geld in die Wartung von Autos investiert wird, ist die Beteiligung an Gesundheitskosten immer noch ein Tabu. Hier müssen wir einen Mentalitätswechsel anstreben", so Tobias Hans.
Um im Gegenzug die Transparenz für die Versicherten weiter zu stärken, schlägt Tobias Hans vor, den Patienten nach jedem Arztbesuch einen Leistungsauszug, in dem die Kosten für die Behandlung aufgezeigt sind, zur Verfügung zu stellen: „So sieht der Patient, was seine Behandlung die Krankenkasse und somit den Beitragszahler gekostet hat und ob die aufgelisteten Leistungen auch wirklich empfangen wurden." Dieses in Europa gängige System würde Missbrauch verhindern helfen und zu großen Einsparmöglichkeiten führen. „Die Einführung eines Leistungsauszugs war zur Zeit der Großen Koalition an der SPD gescheitert" erinnert Tobias Hans. „Nun wäre der Weg dafür frei."