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Peter Müller

CDU Landesverband Saar

Scharf H

Hermann Scharf: Nein zur Kinderbestellung aus dem Gen-Katalog – Schutz des Lebens muss Vorrang haben

Hermann Scharf, Sprecher für Behindertenpolitik der CDU-Landtagsfraktion, lehnt die Präimplantationsdiagnostik (PID) weiterhin entschieden ab. „Es ist eine ethische Grundsatzfrage. Die Wissenschaft hat den Lebensschlüssel entdeckt, aber mit dem neuem Wissen muss die Verantwortung aller ebenfalls mitwachsen.

Unsere Wissensgesellschaft muss zugleich eine Gewissensgesellschaft sein und wir dürfen nicht bedenkenlos alles umsetzen, was technisch machbar ist.

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Der Bundesgerichtshof hat in dieser Woche entschieden, dass die Anwendung der Präimplantationsdiagnostik nicht gegen das Embryonenschutzgesetz verstößt. Hermann Scharf: „Damit ist für die Medizin zwar Rechtssicherheit hergestellt, gleichzeitig aber auch eine Gefährdung ungeborenen Lebens gegeben. Im Reagenzglasstadium kann über Leben und Tod entschieden werden."

 
Eine Gesellschaft besteht nicht nur aus tadellosen, leistungsfähigen, gesunden, sportlichen, fehlerfreien Menschen mit idealen Körpermaßen.


Vielfalt macht die Gesellschaft aus und jeden einzelnen Menschen zum Individuum. Hermann Scharf: „Ich bin entschieden gegen die Erfüllung des Kinderwunsches nach einem Gen-Bestellkatalog. Daraus ergibt sich die Ablehnung der PID, weil sie eine Auswahl ermöglicht. Wo sind die Grenzen, die zur Verwerfung einer befruchteten Eizelle führen? Reicht in ein paar Jahren schon die falsche Haarfarbe, um das noch ungeborene Leben zu verwerfen?"


Der behindertenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion erinnert in diesem Zusammenhang an die vor mehr als acht Jahren geführte Diskussion um die Stammzellenforschung. „Unser christliches Menschenbild muss unsere Richtschnur bei diesen großen Fragen sein. Geben wir unsere bejaende Grundhaltung gegenüber dem ungeborenen Leben auf, kommen wir sehr schnell zu einer neuen Form negativer Eugenik. Die aktuelle Entscheidung zur PID ist rund acht Jahre nach der Diskussion um verbrauchende Embryonalforschung und Stammzellen ein nächster Schritt. Wir wissen, dass sich bei hohem Entwicklungstempo der im internationalen Wettbewerb stehenden Forschung die Abstände der Tabubrüche schnell verkürzen, sich die Abstände häufig von Abschnitt zu Abschnitt sogar halbieren. „Eine erfülle, aktive Gesellschaft lebt von der Vielfalt, nicht von der Einfalt" so Hermann Scharf abschließend.

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