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Peter Müller

CDU Landesverband Saar

Werner Scherer

Der 20. Todestag von Werner Scherer – Gedenken und Mahnung

Aus Anlass des 20. Todestages von Werner Scherer am 27. Oktober haben der CDU-Landesvorsitzende Peter Müller und der Vorsitzende der CDU-Fraktion im saarländischen Landtag Peter Hans die Persönlichkeit dieses großen Saarländers und seine großen Verdienste für das Saarland gewürdigt.

Die CDU gedenkt Werner Scherer durch eine Kranzniederlegung und die 5. Verleihung des Werner-Scherer-Preises.

 

Werner Scherer bleibe in seiner Partei und in der Bevölkerung unvergessen. Er stehe für die Integrität und Verantwortungsbewusstsein in der Politik. Wie kaum ein anderer habe er die CDU an der Saar in ihrem Programm aber auch in ihrer Gefühlswelt verkörpert. Bis heute bleibe sein Vermächtnis an die Partei aktuell, die menschliche und moralische Dimension des politischen Handelns sichtbar zu machen.

 

Werner Scherer habe, so Müller und Hans, die Regeneration der CDU in der Opposition eingeleitet und damit die Grundlagen für die inhaltliche und personelle Erneuerung geschaffen. Er bleibe als große und charaktervolle Persönlichkeit, als bescheidener Mensch und politisches Vorbild in Erinnerung.

 

Die CDU-Saar gedenkt Werner Scherer mit einer Kranzniederlegung auf dem Zentralfriedhof Furpach. Im Anschluss daran findet ein Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche St. Marien statt. Danach verleiht die CDU-Landtagsfraktion in Erinnerung an sein Lebenswerk den Werner-Scherer-Preis, der am 27. Oktober im Bürgerhaus Neunkirchen zum 5. Mal vergeben wird.

 

Preisträger ist in diesem Jahr Bundespräsident a. D. Prof. Dr. Roman Herzog. Er erhält den Preis als ein Politiker, der auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes im Sinne des großen Saarländers Werner Scherer wirkt. Er zeichnet sich aus durch seine Ausrichtung am Gebot der sozialen Gerechtigkeit, durch die besondere Orientierung am Gemeinwohl, seinen verantwortungsvollen Umgang mit der Macht sowie durch seine Toleranz gegenüber anders Denkenden.

 

Roman Herzog wurde am 5. April 1934 im bayerischen Landshut geboren. Er studierte Rechtswissenschaft in München und lehrte als Professor von 1965 bis 1973 Staatsrecht und Politik an verschiedenen deutschen Universitäten. 1970 trat er in die CDU ein. Von 1973 bis 1978 war er als Staatssekretär und Bevollmächtigter des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund tätig. Anschließend war er bis 1980 Minister für Kultur und Sport. Danach bis 1983 Innenminister des Landes Baden-Württemberg. Von 1983 bis 1994 bekleidete er das Amt des Vizepräsidenten, dann des Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe. Am 23. Mai 1994 schließlich wurde Roman Herzog zum 7. Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt.

 

Für seine Verdienste wurde er mehrfach ausgezeichnet. So unter anderem mit dem internationalen Karlspreis der Stadt Aachen (1997) und dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland (1998). Zwischen Dezember 1999 und Oktober 2000 leitete er den ersten Europäischen Konvent zur Erarbeitung einer Charta der Grundrechte der EU.

 

Die Rede des Vorsitzenden der CDU Landtagsfraktion Peter Hans zur Übergabe des Werner-Scherer-Preises an Roman Herzog finden Sie hier.


Saarbrücken, 26. Oktober 2005

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